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Peru ist immer eine Reise wert

Einen Tag und eine Nacht mitten im Dschungel – Aguas Calientes und Machu Picchu
Vor den Sternen hängen Wolkenfetzen. Nebel schleicht durch die Gassen. Es ist fünf Uhr morgens in Aguas Calientes, einer winzigen Stadt mitten im peruanischen Nebelwald. Und doch sind die Gassen voll, Busse rollen durch die Hauptstraße und hinter den erleuchteten Fenstern sieht man fleißige Hotelangestellte. Aguas Calientes ist womöglich die am frühesten aufstehende Stadt der Welt. Denn alles richtet sich hier nach der Hauptattraktion: dem Machu Picchu, der „Stadt in den Wolken“.


Um fünf Uhr fahren die ersten Busse die Serpentinen zum Machu Picchu entlang. Wer sogar vor den ersten Bussen dort sein will, schultert seinen Rucksack und läuft die ca. einstündige Strecke. Denn ein Ziel haben alle gemeinsam, die sie so früh aus dem Bett geschält haben: Machu Picchu sehen, bevor der große Touristenansturm kommt; zusehen können, wie sich hier, in 2360 Metern Höhe der Nebel verzieht und die Sicht auf das Unesco-Weltkulturerbe und Wahrzeichen Perus freigibt. In der Tat, das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: Der Blick von der oberen Aussichtsplattform ist gigantisch. Nebelfetzen hängen in den Alten Mauern, das Gras ist grüner als auf englischen Golfplätzen und die Sonne erleuchtet satte grüne Urwaldgipfel bis hinter den Horizont. Langsam beginnt man zu ahnen, dass man mitten im Urwald steckt.

Ab dem frühen Vormittag kommen die Touristenschwämme, die den Genuss ein wenig trügen. Aber letztendlich bin auch ich nur einer dieser vielen Touristen, die den Machu Picchu bevölkern. Mittags lohnt sich in jedem Fall eine Tour, ein Aufstieg auf den steil in die Luft ragenden Huayana Picchu (Voranmeldung wichtig!) oder ein Besuch der Puerta del Sol, einem kleinen Aussichtspunkt und früherem Kontrollpunkt der Inka. Von beiden Orten aus hat man eine wunderbare Aussicht auf den Machu Picchu.

Zurück in Aguas Calientes verbringen die meisten Besucher den Abend in den heißen Quellen, von denen der Ort seinen Name hat. Ein kleines Juwel ist aber der frühabendliche Spaziergang durch die Stadt, die verwinkelten Gassen, entlang an dem kleinen Fluss, der direkt aus den hohen Bergen sprudelt und ein kurzes Stück entlang den Bahnschinen in den Urwald. Denn direkt um Aguas Calientes türmen sich die steilen Hänge des peruanischen Nebelwaldes auf.

Die neue Werbekampagne
Der Tourismus ist in Peru ein wichtiger Industriezweig. In einer neuen Werbekampagne will die peruanische Regierung noch einmal mehr Menschen zu einem Perubesuch anregen. In dem Spot sehen wir einen erfolgreichen Manager, der ein Video von seiner Perureise sieht. Auch wenn es einfallsreichere Konzepte gibt, der Spot vermittelt das Gefühl von Freiheit und Abenteuer. „Erinnere dich daran, dass wir immer Zeit hatten, uns mit jemandem anzufreunden.“ Wer einmal durch Peru gereist ist, kennt dieses Gefühl.

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